Grün­dungs­mit­glied Wolf Escher gestor­ben

Völ­lig uner­war­tet ver­starb Ende Febru­ar Wolf Escher, einer der vier Grün­dungs­mit­glie­der des Jugend­Jazz­Or­che­sters NRW. Zusam­men mit Rai­ner Glen Busch­mann, Mein­hard Puhl und Wolf­gang Breu­er hob er das Lan­des­en­sem­ble 1975 aus der Taufe; bis 2007 gehör­te er sei­nem künst­le­ri­schen Lei­tungs­team an. Bis zu die­sem Zeit­punkt orga­ni­sier­te er auch den NRW-Lan­des­wett­be­werb “Jugend jazzt”.

Wolf Escher berei­cher­te das Orche­ster­re­per­toire durch unzäh­li­ge Big Band-Arran­ge­ments. Er kom­po­nier­te und arran­gier­te auch für soge­nann­te “Cross­over­be­set­zun­gen” und hatte maß­geb­li­chen Anteil an der Umset­zung von Koope­ra­ti­ons­pro­jek­ten mit Sin­fo­nie­or­che­stern. Zusam­men mit sei­nen Lei­tungs­kol­le­gen betreu­te er die Band auf ihren Tour­ne­en rund um den Glo­bus. Er initi­ier­te und orga­ni­sier­te Kon­zert­rei­sen u.a. in die ehe­ma­li­ge Sowjet­uni­on, nach Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka und Afri­ka. Durch seine Ver­mitt­lung absol­vier­te das Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW als erstes deut­sches Jugend­or­che­ster eine Chi­na­tour­nee. Er sah es als eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung an, das JJO NRW als Kul­tur­bot­schaf­ter für NRW in Sachen Jazz beson­ders auch in jenen Län­dern zu prä­sen­tie­ren, in denen diese Musik noch eine Aus­nah­me dar­stell­te. Er ver­mit­tel­te den Jugend­li­chen so Ein­drücke und Begeg­nun­gen, die sie für ihren wei­te­ren Lebens­weg ent­schei­dend präg­ten. Das JJO NRW trau­ert um einen groß­ar­ti­gen Musi­ker, Kom­po­ni­sten, Orga­ni­sa­tor und enga­gier­ten Päd­ago­gen.

Wolf Escher wurde 72 Jahre alt.